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Pfauen-Chronik 1892-2012 !

Weinstube zum Pfauen… ein Haus mit Tradition seit 1892.

 

chronik1Der Braumeister Johann Georg Bühr der jahrelang die Brauerei zum Rad geleitet hatte, wollte sich im Jahr 1891 als 31 jähriger selbständig machen. Er kaufte vom Schäfer Bacher in der Schloss Gasse eine Wiese und lies darauf im selben Jahr die Gastwirtschaft zum Pfauen bauen, mit der Absicht eine Brauerei anzugliedern.

 

 


Genehmigung 1902-Seite 1-webEs gab jedoch zuerst mit der Konzession Schwierigkeiten, da in dem damals noch wenig bevölkerten westlichen Stadtteil gleichzeitig 2 Gastwirtschaften (Pfauen und Schlosswacht) in nächster Nachbarschaft erbaut wurden. Die Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb wurde im Jahr 1892 endlich erteilt, jedoch die Genehmigung zum Anbau einer Brauerei versagt. Nach Ansicht der Behörden war der Abstand zu den benachbarten Häusern zu gering und diese hätten durch Dampfentwicklung der Brauerei Schaden gelitten.

So wurde der Plan des Gesuchstellers sich in seinem erlernten Beruf selbständig weiter zu entwickeln zunichte. Da der arbeitsfreudige Mann jedoch neben der Wirtschaftsführung eine weitere Beschäftigung suchte, gründete er eine Weinhandlung, die er mit viel Mühe und Fleiß ausbaute und 30 Jahre lang betrieb.


 

 

chronik2Im Jahre 1921 übergab er den Weinhandelsbetrieb und im Jahr 1927 auch die Weinwirtschaft seinem ältesten Sohn. Er war ihm jedoch bis zu seinem Tod im Jahr 1931 mit Rat und Tat im Geschäft behilflich. Sein Sohn machte in einer Weingroßhandlung und Großbrennerei im Rheinland eine kaufmännische Lehre und hatte dabei die Grundlagen für eine rationelle und solide Betriebsführung erworben. In kellertechnischer Hinsicht wurde der Weitblick durch denn Besuch der staatlichen Weinbauschule und Versuchsanstalt Weinsberg bei Heilbronn erweitert. Bei der Übernahme des Weinhandelsbetriebes im Jahre 1921 gliederte der neue Inhaber den Vertrieb von Edelbrandweinen, Weinbränden und Likören an. Sowohl der Weinhandel als auch das Weinrestaurant wurden nach streng soliden und kaufmännischen Grundsätzen weiter ausgebaut. Pfauen Weine haben in Stadt und Kreis Heidenheim einen guten Ruf.


 Fuhrmannszug-2Hier ein Pferdegespann mit den Weinfässern und (stehend) Georg Bühr in der Schlossstraße vor Dollingers Kohlenlager.

„Eine neue Lieferung Wein“ wie damals üblich mit Pferdefuhrwerk.


 

Zeittafel Pfauen von 1892 bis 2012 1892

1892 Eröffnung durch Johann Georg Bühr


1927 Übergabe an Georg Bühr jun.


 

Pfauen 60 Jahre

Der Pfauen feiert sein 60 jähriges 1952 Ernst Bühr rechts unten sitzend.

1956 1. Verpachtung aus gesundheitlichen Gründen an das Ehepaar Schmid aus dem südbadischen Raum

Hier noch die Namen und Zeiten der Pächter (soweit mein Mann sich an die 

genauen Zeiten erinnern kann)

bis 1956 Familie Bühr, dann verpachtet an den letzten Koch

bis 1961 Ehepaar Schmied

bis 1971 (ca.) Familie Kolbe, die später die „Alte Schmiede“ in 
Itzelberg gebaut haben

bis 1973 H. Fähnle aus Steinheim (hat bei Kolbe gelernt)

bis 1975 H. Eberle

bis 1979 Jean Eberlen, der Elsässer

1 Jahr geschlossen, wegen Renovierung

ab 1980 bis 1987 wieder Bühr-Zwink


1961 Verpachtung an das Ehepaar Kolbe bis ca. 1971. 

Pfauen-1963

Sie eröffneten in Itzelberg die „Alte Schmiede“

1963 Herr Kolbes Volkswagen


1971 Pächter Georg Fähnle aus Steinheim, der bei Herrn Kolbe gelernt hatte.


 

1976 – 1979 Pächter Jean Eberlen, gebürtiger Elsässer.


1978 Georg Bühr verstorben, Erbe Ernst Bühr-Zwink


1979/80 Renovierung und Neueröffnung durch Ernst und Sigrid Bühr Zwink

Pfauen 90 Jahre

Anzeige 1882 in der Heidenheimer Presse zum 90 jährigen Jubiläum.

 

Pfau-Stammtisch

Die Herren des „Montags-Stammtisches“ bedankt sich mit diesem Bild.

 

 


1987 Verkauf des Pfauen an Ingo und Evelyn Scherff
Vor allem in den Jahren vor und nach dem 2. Weltkrieg war der Pfauen

Treffpunkt für die Heidenheimer! Es gehörten die Honoratioren der Stadt, sowie Handwerksmeister, Fabrikdirektoren und andere Weinliebhaber zu den Gästen und es bestanden zahlreiche Stammtische, die sich z.T. bis in die 90er Jahre fortsetzten. Es trafen sich schon am Vormittag die Handwerksmeister, nachdem sie ihre Arbeiter „versorgt“ hatten zum Frühschoppen.

Berühmte – heute noch bekannte Personen – befanden sich unter den Gästen, wie Prof. Gaus, Georg Beuttler, Prof. Bittel, u.v.a.

Die Familien der aufstrebenden Industriebetriebe, wie Edelmann, Waldenmaier, Hartmann,Oberdorfer, Piltz, Schultes, Sauer, u.a. verkehrten regelmäßig im Pfauen und begingen dort ihre Familienfeste.

In den Kriegsjahren hat Frau Johanna Bühr geb. Zwink, da ihr Mann im Krieg war, den Pfauen mit Tatkraft und Courage über die schwierige Zeit gebracht. Es gab Mangel an allen Enden und auch der Wein wurde rationiert. In der Weinstube bekam nur der einen Wein, der vorher zumindest ein Glas Dünnbier getrunken hatte.

Es gibt die Geschichte,dass einer der Stammgäste einmal ganz erbost zu Frau Bühr gesagt hat: „I zahl ja des Gsöff, aber i muss es ja net saufe.“

Auch sollen „besondere“ Gäste Wein zur Tarnung aus Kaffeetassen getrunken haben, wenn andere keinen bekamen.

Aber der Pfauen war nicht nur Weinstube. Auch das Bier spielte eine Rolle, es gab gezapftes Bier, Neff-Bier!

Die Leute aus der Nachbarschaft holten abends am Schalter (den es damals gab) ihr Bier offen im Krug und trugen es heim.
Das Kinderfest ist in eine feste Tradition in Heidenheim und der Festzug führt durch die Schlossstrasse. Viele Jahre erhielten die Musiker vor dem Pfauen ein Gläschen zur Stärkung und die Nachbarschaft hatte ihre Freude daran.
Aus den 80er Jahren kann man im Gästebuch so bekannte Namen wie Reinhold Messmer, Harald Immig, Margarete Hansmann, Rudolf Weit, u.a. finden.
Nach Jahren der „Dürre“ fand der Pfauen in diesen Jahren zu seiner alten Bekanntheit und Beliebtheit zurück. *freundlich Ausarbeitung Familie Bühr Zwink 19.02.2012


Buchstäblich aus „Liebe zum Objekt“ kamen 1987 Ingo und Evelyn Scherff, auf der Suche nach einem passenden Standort für ihre Selbständigkeit nach Heidenheim.

Pfauen 1970-web

Der „Pfauen in Jahr 1986

Pfauen-1995 Auszeichnung-webFundiertes Fachwissen und berufliche Stationen im In – und Ausland schafften die Basis für einen erfolgreichen Start in Heidenheim. Schon bei der Eröffnung am 2. April 1987 konnten die jungen Wirtsleute Ihre Gäste verwöhnen.
Eine neue Zeit der Gastlichkeit wurde im Pfauen eingeleitet.
Im Laufe der letzten Jahre wurde das Ambiente nach und nach dem gehobenen Standard angepaßt und auch das äußere Erscheinungsbild durch bauliche Maßnahmen wieder aufgewertet. Trotz aller Umbauarbeiten wurde der Charakter des Hauses und der historischen Weinstube in der auch „Virtelesschlotzer“ gern gesehene Gäste sind, erhalten.
In nur wenigen Jahren etablierte sich der Pfauen als gastronomische Adresse und ist zwischenzeitlich weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt und beliebt.


 

 

Im April 2002 können wir unser 15-jähriges Betriebsjubiläum feiern.
Mehrere Bautätigkeiten veränderten nachhaltig das Bild des“Pfauen“.

Der "Pfauen" erhält einen neuen Kupfersockel 1988

Der „Pfauen“ erhält einen neuen Kupfersockel 1988

Herr Knödel

Herr Knödel bei der Traubenernte am 20. Oktober 1988

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Der „Pfauen“nach dem Umbau 1989!

 

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Fronansicht des Pfauen 1989

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Der „Neue Pfauen“
nach der Renovierung 2009

Goldstück Pfauen

Der „Pfauen“ wird vom Meister Brandstätter / Südanstrich und seinen Auzubildenten neu vergoldet !

27. Februar 2012 Feiern Sie mit uns 120 Jahre „Weinstube zum Pfauen“


Am 02.April 2012 – 25 Jahre Familie Scherff als Gastgeber der „Weinstube zum Pfauen“.


FEIERN SIE MIT UNS!

…. Ab Januar sammeln wir Ihre Erinnerungen, Bilder & Geschichten über unser Haus

für ein „Pfauenbuch“ das zu Weihnachten 2017 erscheinen soll.

 

Alle verwendeten Beiträge werden mit einer von Evelyn Scherff kreierten

Cuveé  „ Pfauen weiß“ oder „Pfauen rot“ belohnt.

Bitte gewünschte Weinsorte und E-Mail bei der Einsendung abgeben.

EINSENDESCHLUSS: 30 Juni 2017

Wir feiern 2017- am 27. Februar 125 Jahre “ Weinstube zum Pfauen“

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Gerne erwarten wir Sie als unsere Gäste im „Pfauen“.
In Heidenheims guter Stube…
Ihre Wirtefamilie Scherff

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